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Der historische Langstadl, einst Lagergebäude der Brauerei Lang, soll zum Kulturzentrum von Freyung umgenutzt werden. Neue Funktionen sind ein Informationszentrum des Nationalparks Bayerischer Wald, Ausstellungsflächen, Vortragsund Bühnensaal, Gastronomie sowie ein Jugendzentrum. Auch das zugehörige Grundstück soll in das Gesamtkonzept einbezogen werden. Es liegt nördlich des Langstadls, fällt nach Süden zum Langstadl hin ab und bietet dabei eine reizvolle Weitsicht über die Hügel des Bayerischen Walds.

Eingriffe in das historische Ensemble werden auf das Nötige beschränkt. Der Langstadl nimmt alle zentralen Funktionen des Kulturzentrums auf, das Jugendzentrum findet wie der Biergartenausschank Platz im bestehenden „Hühnerstall“ auf der Wiese. Auf An- und Neubauten wird verzichtet. Auch der Bruchsteinsockel des Langstadls mit dem innenliegenden Gewölbesaal sowie der Dachstuhl werden erhalten. Nur die Fassade im Obergeschoss und die Dachhaut werden erneuert. Formal erfolgt äusserlich eine Abstraktion auf zwei Elemente - auf das steinerne Erdgeschoss mit der östlichen Giebelwand und das Obergeschoss mit einer neu übergestülpten Hülle aus Holz, so dass die Eingriffe klar ablesbar bleiben.

Auch bei der Gestaltung der Freianlagen werden vorhandene Gegebenheiten genutzt und Eingriffe auf das Nötige reduziert. Die Gliederung der Freiflächen entwickelt sich aus der vorhandenen Topographie der Wiese. Vorhandene Elemente, wie die Stützmauern aus Bruchstein werden verwendet, um die einzelnen Funktionen Biergarten, Freiluftbühne, Kinderspielplatz und Parkplatz voneinander abzugrenzen. Die Tribünen der Freiluftbühne werden durch in den Hang eingestreute Sitzstufen gebildet. Die Streuobstwiese bleibt als verbindendes Element erhalten. Die einzelnen Plateaus des Parkplatzes, der nur bei grösseren Veranstaltungen voll belegt ist, dienen sonst dem Jugendzentrum als Spiel- und Sportfläche.

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