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Ein gewachsenes Ensemble aus mehreren Baukörpern bildet den Bestand der renommierten Geigenbauschule von Mittenwald. Der Erweiterungsbau ist das neue Bindeglied dieses Ensembles zum ehemaligen Forstamt, in dem künftig die Verwaltung untergebracht wird.

Durch die eindeutige Setzung eines präzise geformten Volumens zwischen Bestand und Forstamt werden die komplexen funktionalen, gestalterischen und freiräumlichen Problemstellungen gelöst. Im Norden wird ein einladender Zugangshof formuliert, im Süden des Grundstücks verbleibt ein großzügiger, zusammenhängender Freiraum. Die Aufnahme der Dachneigung und der Traufhöhe des vorhandenen Querbaus erzeugt auf dem Erweiterungsbau ein Satteldach als typologische Referenz an die Umgebung. Nach Westen vermittelt das Abwalmen des asymetrisch gelagerten Dachfirsts zur Gebäudehöhe des Forsthauses und nutzt gleichzeitig dieses charakteristische Gestaltungselement zur Formgebung im Neubau. Das Kappen der südöstlichen Gebäudeecke im Grundriss öffnet die Erweiterung zum Garten und stellt das denkmalgeschützte Forsthaus in angemessener Form frei. In Inneren des neuen Hauses bildet der voluminöse Akustiktotraum das bauliche Zentrum, um den sich die verschiedenen Lehrsäle und Nebenräume gruppieren.

Durch seine Massstäblichkeit, Dachform und Materialwahl bindet sich der Erweiterungsbau in den städtebaulichen Kontext ein. Als ortstypische Materialien werden Holz und Blech verwendet. Diese Materialen sind zudem eine Referenz an die Grundmaterialien der in der Geigenbauschule hergestellten Instrumente.

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