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Der Glauberg mit seinen Fürstengräbern, dem Kultbezirk und der zugehörigen Siedlung ist eine der wich­tigs­ten kel­ti­schen Fund­stätten in Europa. Bei Aus­gra­bungen wurden Grabanlagen mit wertvollen Grabbeigaben entdeckt, u.a. Fragmente mehrer grosser Sandstein­statuen. Die Lage des Keltenmuseum am Südosthang des Glaubergs zeichnet sich durch den weiten Blick in die Wetterau und die unmittelbare Nähe zum re­kons­truierten keltischen Grabhügel aus.

Das Museum fügt sich behutsam in die Landschaft und tritt nicht in Konkurrenz zum Grabhügel. Platziert zwischen Besucherparken und Grabhügel wird eine rechteckige Fläche aus dem Hang herausgelöst und angehoben. Durch das Einschieben des flachen Museum­körpers bleibt der „grüne Teppich“ als Kontinuum erhalten. Aus dem ein­ge­bet­tenen Volumen wird ein Innenhof ausgestanzt und als Turm aufgeklappt. Der Turm markiert den Ort als Aussichtsplattform und weit sichtbares Zeichen.

Der Besucher betritt das Plateau, von dem sich ihm ein Panoramablick in die umgebende Landschaft bietet. Er gelangt über eine Treppe zum Innenhof in das Museum. Eine zweite Treppe bietet Zugang zur Aussichtsplattform im Turm. Zentraler Raum ist das Foyer, das vielfältige Blicke nach Außen und in die Ausstellung ermöglicht, z.B. zur Statue des Keltenfürsten. Der Aus­stellungs­be­reich umschließt das Foyer. Er ist großteils in den Hang eingesenkt und über Oberlichter stimmungsvoll inszeniert. Verwaltung, Cafeteria und Vortragsbereich orientieren sich jeweils hangseitig zur Landschaft.

Das netzartige Wegesystem zur Er­schlie­ßung des Geländes ist bewusst nicht als Rundweg angelegt. Es besteht aus Pfaden, die sich aus den „natür­lichen“ Bewegungsrichtungen entwickeln.

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