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Die Stadt Ravensburg übernimmt die renommierte Sammlung Selinka, die Werke des Expressionismus sowie der Gruppen COBRA und SPUR enthält, als Dauer­leih­gabe und lässt hierfür ein Kunstmuseum inmitten der historischen Oberstadt errichten.

Das Haus ist ein Passstück für die be­son­dere Grundstückssituation und für die schwierigen Randbedingungen des nä­he­ren Umfelds. Die bildprägenden Elemente der Altstadthäuser werden aufgenommen und neu interpretiert.

Das Haus besitzt vier Ebenen. In Folge der Hanglage bildet das Untergeschoss ein Plateau, das die Funktionen Anlieferung, Depot, Technik und Nebenräume auf­nimmt. Der Eingang des Museums im Erd­geschoss ist gegenüber der stark be­fah­renen, ab­fallen­den Burgstraße angehoben und eingerückt. Er führt in einen groß­zügigen, offenen Foyer- und Aus­stellungs­be­reich mit Kasse, Book­shop, Garderoben, Verwaltung sowie einem abtrennbaren Bereich für Kunstpädagogik. In den beiden Obergeschossen befindet sich jeweils ein weiterer, flexi­bel be­spiel­ba­rer Aus­stellungs­raum. Die vertikale Vernetzung der drei Aus­stel­lungs­ebenen erfolgt über zwei Treppenräume, die es den Besuchern ermöglichen, das Museum auf individuelle, unterschiedliche Arten zu durchwegen. Die spezielle Geometrie wird genutzt, um alle Ausstellungsräume natürlich über Oberlichter in der Dachfläche zu belichten.

Um eine maximale Hängefläche zu er­rei­chen, erhält das Haus nur sehr wenige, bewusst gewählte Fenster­öffnun­gen, die den Besuchern jeweils einen besonderen Ausblick in die Umgebung ermöglichen. Das innen­räum­liche Ma­terial­konzept für das Museum ist reduziert, um die Konzentration auf die ausgestellten Kunstwerke in den Vordergrund zu rücken. Außen werden alle Dach- und Wand­flächen wer­den mit Kupfer­blech be­klei­det, das durch seine Eigenfarbe den Körper in die rot changierende Umgebung der Ravensburger Dachlandschaft integriert.

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