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Situation

Das Grundstück für den neuen Großmengen-Wertstoffhof befindet sich in einem Gewerbegebiet in München-Freimann. Die umgebende Nachbarschaft besteht aus Gewerbegebäuden mittlerer Größe, vorwiegend Lager und Fabrikationshallen, sowie im Süden angrenzend ein Metall-Recycling-Betrieb mit angegliedertem Altmetall-Lagerplatz.

Konzept

Der Wertstoffhof basiert auf einem ringförmigen Organisationsprinzip, welches zugleich den Funktionsablauf abbildet: ein 9m breites, polygonales Betonband umläuft die zentral im Grundstück angeordnete schwarze Asphaltfläche des Parkplatzes, rahmt den Wertstoffhof und grenzt zugleich die funktional eigenständige Zone des Containerlagers im Norden ab. Die Form des Bandes ergibt sich aus der baurechtlich maximal bebaubaren Fläche in Verbindung mit der Optimierung der Abwicklungslänge, so dass die geforderten Funktionen und möglichst viele Container aufgenommen werden können. Das Band faltet sich stellenweise in die Höhe und bildet dort das Dach für die unterzubringenden Gebäudeeinheiten. Die Funktionseinheiten Personalbereich, Problemmüll, Kalthalle, Technik und Lager werden in einem Baukörper - als Teil des Bandes - zusammengefasst. Am Boden liegend dient das Band als Aufstellfläche für die Container. Die Gebäudeeinheiten werden so einander zugeordnet und miteinander verschränkt, dass ein betriebstechnisch optimierter Ablauf im Alltagsbetrieb gewährleistet ist.

Organisation

Der Gebäudeschenkel entlang der Lindberghstraße beinhaltet eingeschossige Lagerbereiche und ein zweigeschossiges Bauteil für die Technik sowie die torartig ausgeprägte Durchfahrt. Im Anschluss daran befindet sich die Kalthalle als überdachte, halb offene Containerstellfläche. Ihr folgt ein zweigeschossiger Bereich in gleicher Traufhöhe, mit Räumen für Personal und Problemmüll. Der Arbeitsbereich des Personals befindet sich hier an zentraler Stelle im Erdgeschoss mit bestmöglicher Sichtverbindung zum Besucherbereich.

Fassade und Materialien

Der Wertstoffhof reduziert sich auf drei Gestaltungselemente: Das umlaufende graue Sichtbetonband, die sich darauf- oder darunter befindenden orangen Container- und Baukörper, sowie die zentrale schwarze Asphaltfläche. Der Baukörper hat eine Hülle aus orange eingefärbten Kunststoff-Stegplatten. Die durch das transluzente Material schemenhaft durchscheinenden Rohbauvolumen geben der Fassade ein vielschichtiges und spannungsreiches Spiel und führen im Zusammenhang mit den vielen orangen Metallcontainern im Außenbereich zu einer kraftvollen Gesamtwirkung.

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